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Fastenwandern & Yoga im Kloster: Mein Retreat im Chiemgau 2026 (Erfahrungsbericht & Einblicke)

Aktualisiert: 27. März

Unsere Woche mit Worten, Bildern und Eindrücken zusammengefasst.


Klostergut Harpftsham im Chiemgau
Das Chiemgau empfängt uns mit blauem Himmel, Bergpanorama und wohltuender Stille.



Stell dir vor...


... es ist März, du trittst am frühen Morgen vor ein Kloster im Chiemgau. Ein feiner Nebelschleier liegt über den Wiesen, die Luft ist klar und kühl, und alles scheint für einen Moment stillzustehen.


Kein Lärm, kein Termindruck – nur das leise Knirschen deiner Schritte, dein Atem und dieses Gefühl, langsam bei dir selbst anzukommen.


Genau in dieser besonderen Atmosphäre begann unser Fasten-, Wander- und Yoga-Retreat im Chiemgau. Eine Woche lang begleiteten wir den Körper bewusst durch den Prozess des Fastens – eingebettet in tägliche Yogaeinheiten, achtsame Wanderungen durch die Natur des Chiemgaus und ergänzt durch Impulse aus Ayurveda, Breathwork und ganzheitlicher Gesundheitslehre.


In diesem Artikel nehme ich dich mit hinter die Kulissen dieses Retreats und zeige dir, wie sich ein solcher Tag anfühlt, was diese Kombination so besonders macht und warum diese Auszeit noch lange nachwirkt.



Morgendlicher, geheimnisvoller Nebel, der sich schnell lichtete.



Wie sich ein Tag im Koster Retreat anfühlt - Im Rhythmus von Stille, Bewegung und Atem !


Morgen: Yoga & sanfter Start in den Tag


Der Tag beginnt ruhig. Ohne Hektik, ohne Eile. Vielleicht mit einer warmen Tasse Tee in der Hand, während draußen langsam das Licht den Chiemgau berührt.

Wir starten mit einer kurzen und bewussten Atemsession - oft direkt im Innenhof des Klosters, wo die frische Luft uns wachküsst.


In der morgendlichen Yogaeinheit geht es nicht um Leistung, sondern um Verbindung: den Körper sanft wecken, den Atem vertiefen, den Geist klären.

Gerade im Fasten entsteht hier oft eine besondere Qualität von Präsenz – klar, wach und gleichzeitig ruhig.



Vormittag: Fastenwandern im Chiemgau


Nach dem Yoga beginnt der Tag ganz bewusst mit der ersten „Mahlzeit“: dem Fastensaft nach dem Buchinger-Konzept. Er versorgt deinen Körper mit wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen und unterstützt dich sanft im Fastenprozess.


Da ich nach einer erweiterten, modernen Fastenmethode begleite, hast du zusätzlich die Möglichkeit, ein Glas ballaststoffangereichertes Wasser zu trinken oder alternativ geschrotete Leinsamen zu dir zu nehmen – für noch mehr Unterstützung von Darm, Verdauung und Sättigungsgefühl.


Gestärkt geht es anschließend hinaus in die Landschaft.

Jeden Tag entdecken wir neue Wege im Chiemgau: Wir wandern durch stille Hochmoore, erkunden weite Panoramapfade und laufen entlang des Tachinger Sees, dessen ruhige Wasserfläche eine ganz eigene Klarheit ausstrahlt.


Schritt für Schritt entsteht Raum – im Kopf, im Körper, im ganzen System.

Die Bewegung unterstützt den Fastenprozess auf natürliche Weise. Gleichzeitig wird die Natur selbst zum Erfahrungsraum: sie erdet, klärt und bringt dich zurück ins Hier und Jetzt.


Und manchmal entstehen dabei ganz besondere Momente – wie mit einer Teilnehmerin, die sich mutig ins eiskalte Wasser gewagt hat und uns alle mit ihrer Energie und Lebendigkeit beeindruckt hat.



Eindrücke von unseren Wanderungen durch die Chiemgauer Landschaft und am Tachinger See.



Nachmittag: Regeneration, Leberwickel & Ayurveda


Zurück im Kloster kehrt spürbar Ruhe ein.

Nach der Bewegung am Vormittag beginnt eine längere Mittagspause – bewusst ohne Programm. Zeit, um das Erlebte wirken zu lassen, zu reflektieren und den Körper in seinem Prozess zu unterstützen.


Ein fester Bestandteil dieser Phase ist der tägliche Leberwickel. Gerade während des Fastens kann er die Entgiftungsprozesse sanft begleiten und wird – angelehnt an die ayurvedische Organuhr – idealerweise zwischen 13 und 15 Uhr durchgeführt.


Viele Teilnehmerinnen nutzen diese Zeit auch für einen Mittagsschlaf oder einfach, um sich zurückzuziehen oder Gedanken, die während des Laufens am Vormittag gekommen sind, zu notieren. Es ist oft genau diese Kombination aus Stille, Rückzug und Nichtstun, die im Alltag fehlt – und hier ihre volle Wirkung entfaltet.


Am späten Nachmittag kommen wir wieder zusammen zur zweiten „Mahlzeit“ des Tages: der warmen Gemüsebrühe nach dem Buchinger-Fasten.

Sie wirkt nährend, ausgleichend und gibt dem Körper genau das, was er in dieser Phase braucht.


Hier lasse ich auch Elemente aus dem Ayurveda mit einfließen: Bereits vor dem Retreat habe ich die Teilnehmerinnen gebeten, einen Dosha-Test zu machen. So konnte ich jede individuell durch die Fastenzeit begleiten.


Denn je nach Konstitution – ob Vata, Pitta oder Kapha – unterscheiden sich die Bedürfnisse deutlich. Manche brauchen mehr Wärme und Erdung, andere eher Ausgleich und Kühlung.

Durch gezielte Empfehlungen, etwa passende Tees, ausgewählte Gewürze oder auch unterstützende Düfte, wird das Fasten noch individueller und ganzheitlicher erfahrbar.




Unsere tägliche Fastenversorgung


Abend: Yin Yoga, Breathwork & Tiefenentspannung


Am Abend kehrt noch einmal eine andere Qualität ein – ruhiger, tiefer, nach innen gerichtet.

In sanften Yin-Yoga-Einheiten darf dein Körper vollständig loslassen. Begleitet von Klängen entsteht ein Raum, in dem sich Spannungen lösen und das Nervensystem spürbar zur Ruhe kommt.


An ausgewählten Abenden gehen wir noch einen Schritt weiter: In einer geführten Breathwork-Session wird der Atem zum Schlüssel für innere Prozesse – klärend, öffnend und oft überraschend intensiv.


Ergänzend dazu schafft eine wissenschaftlich inspirierende Dokumentation rund um die Themen Fasten und Gesundheit neue Perspektiven und vertieft das Verständnis für das, was im Körper gerade geschieht.


Auch Impulsvorträge begleiten dich durch die Woche: Du erfährst, wie sich der Fastenverlauf typischerweise entwickelt und worauf es beim bewussten Wiedereinstieg in die Ernährung ankommt – ein entscheidender Faktor für die nachhaltige Wirkung.


Ein fester Bestandteil unserer Abendroutine sind zudem die Basen-Fußbäder sowie Trockenbürsten-Massagen. Sie unterstützen die Ausleitung, regen die Durchblutung an und helfen dem Körper, sich auf natürliche Weise zu regenerieren.

Der Tag klingt ruhig aus –getragen von dem Gefühl, gut für sich gesorgt zu haben.



Ein abwechslungsreiches Abendprogramm - erdend, reinigend, informativ



Fastenbrechen nach Buchinger – der bewusste Wiedereinstieg


Am letzten Tag bekommt das Retreat noch einmal eine ganz besondere Qualität.

Nach Tagen der Reduktion und inneren Klärung beginnt der Übergang zurück zur Nahrung – achtsam, bewusst und mit viel Respekt vor dem eigenen Körper.


Traditionell brechen wir das Fasten mit einem rohen Apfel. Langsam gekaut, Bissen für Bissen, wird er zu einem intensiven Geschmackserlebnis – oft überraschend süß, lebendig und nährend.


Dieser Moment ist für viele etwas ganz Besonderes: ein erstes bewusstes Wiederannähern an Nahrung – nicht aus Gewohnheit, sondern aus echter Wahrnehmung heraus.



Der letzte Tag - das Fastenbrechen! Jippi - wir haben es alle geschafft!



Im Anschluss folgt eine sanfte Aufbaumahlzeit: ein warmer Hirsebrei, wahlweise süßlich mit gedünstetem Obst oder herzhaft mit Gemüse zubereitet.

Leicht verdaulich, nährend und wohltuend unterstützt er den Körper dabei, Schritt für Schritt wieder in die Nahrungsaufnahme zurückzufinden.


Gleichzeitig besprechen wir nochmal, worauf es in den Tagen nach dem Fasten ankommt – denn gerade der Wiedereinstieg entscheidet maßgeblich darüber, wie nachhaltig die positiven Effekte spürbar bleiben.



Ein Einblick in die Retreat-Woche


Um dir einen noch lebendigeren Eindruck von dieser besonderen Zeit zu geben, habe ich ein Imagevideo erstellt, das die Atmosphäre, die Natur und die gemeinsamen Momente einfängt.




Ausblick – nächstes Retreat


Wenn du beim Lesen gespürt hast, wie gut dir eine solche Auszeit tun würde, gibt es eine schöne Nachricht: Das nächste Fasten-, Wander- und Yoga-Retreat ist bereits in Planung und wird vom 13.-19. März 2027 wieder auf dem Klostergut Harpfetsham stattfinden.


Wenn du dir frühzeitig einen Platz sichern oder mehr erfahren möchtest, kannst du dich gerne bei mir melden oder dich unverbindlich auf die Teilnehmerliste setzen lassen.




Das haben die Teilnehmerinnen mit nach Hause genommen.


Die Teilnehmerinnen fanden zu tiefer Entspannung und konnten den Alltagsstress spürbar loslassen. Neue Energie, mehr Leichtigkeit und eine klare innere Ausrichtung begleiteten sie über die Woche hinaus.


Körperliche und mentale Balance stärkten sich nachhaltig, während gleichzeitig neue Impulse für eine achtsamere Lebensweise entstanden. Getragen wurde diese Erfahrung auch durch die besondere Kraft der Gruppe – verbindend, unterstützend und inspirierend.



Mein Fazit nach 7 Tagen Fasten-, Wander- & Yoga-Retreat im Chiemgau


Diese Woche hat mich auf vielen Ebenen berührt.


Ich durfte erleben, wie aus einer Gruppe von Frauen innerhalb weniger Tage ein Raum voller Vertrauen, Offenheit und echter Verbindung entstanden ist. Wie sich jede Einzelne auf ihre ganz eigene Weise auf den Prozess eingelassen hat – mit allem, was da war.


Es gab so viele besondere Momente: leises Ankommen in der Stille, gemeinsames Lachen auf den Wanderungen, bewegende Prozesse in den Atem- und Klangeinheiten und diese spürbare Tiefe, die entsteht, wenn wir uns wirklich Zeit für uns selbst nehmen.


Ich bin zutiefst dankbar für das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde, und für die Möglichkeit, diesen Raum halten und begleiten zu dürfen. Und auch dafür, dass ich selbst immer wieder aufs Neue lernen darf – durch jede einzelne Begegnung.


Diese Woche wirkt nach.

In mir – und, da bin ich mir sicher, auch in jeder Teilnehmerin auf ihre ganz eigene Weise.

Ich freue mich schon jetzt auf alles, was noch entstehen darf.



Namaste, Eure Damaris!



Namaste, Eure Damaris
Du hast Fragen zum Fasten oder dem Retreat? Melde dich gerne bei mir!






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